- Details
-
Geschrieben von Jaqueline Gronbach / Martin Gluch
Belgien - 23.10.2011 bis 28.10.2011. Am Sonntag machte sich die Jugendgruppe des Technischen Hilfswerks Leverkusen mit 2 weiteren Jugendgruppen aus Moers und Bottrop auf den Weg nach Lommel in Belgien. Dort setzten sich die Jugendlichen 6 Tage lang mit dem Thema Krieg auseinander.
Zum Einstieg wurde den Jugendlichen erklärt, warum sich der Deutsche Kriegsgräber Friedhof in Belgien befindet und wie sich der Friedhof im Laufe der Zeit entwickelt hat. Um den Friedhof ein wenig besser kennen zu lernen wurde eine Spurensuche über den Friedhof veranstaltet, sodass alle Teilnehmer sich in das Thema Krieg und deren Folgen einfinden konnten. Aufgabe war es verschiedene Fragen zu den im Krieg gefallenen Soldaten zu beantworten. Dies war bei 38.560 Gräbern nicht einfach. Den zentralen Mittelpunkt des Friedhofes bildete ein Ginkgo Baum, der an den Atombombenanschlag in Nagasaki und Hiroshima erinnern soll, da er der erste Baum war der nach dem Unglück in der Region aufblühte.
Am Dienstag stand der Ausflug in das Auffanglager Breendonk des NS Regimes aus dem 2. Weltkrieg an. Die schrecklichen Ereignisse wurden durch eine Führung, die den Verhältnissen der früheren Zeit sehr nahe kamen, sodass sich die Gruppe sehr gut in das Thema hineinversetzen konnte. Anschließend wurde das Atomium in der Hauptstadt Brüssel besucht. Das übergroße Atommodel ist die erste Ausstellung, die nach dem 2. Weltkrieg aufgebaut worden ist. Darauf folgte der lang ersehnte Besuch der Innenstadt Brüssels. Am nächsten Tag stand das Hauptthema Kriegsgräberpflege auf dem Plan. Mit Rechen, Bürsten, und Laubbläser bewaffnet galt es den dahingeschiedenen Soldaten eine gepflegte Ruhestätte zu bereiten. Bei diesen Arbeiten kamen das Thema Krieg und seine Folgen noch einmal ganz nah an jeden Einzelnen heran. Nachmittags wurden Bilder mit farbigem Sand entworfen, die das Thema Leben und Tod wiederspiegelt. Am folgenden Tag wurden gruppenpädagogische Spiele angeboten, um den Zusammenhalt der Jugendgruppen zu stärken. Es wurden unterschiedliche Vertrauensübungen angeboten, wie zum Beispiel das Hochklettern an einem Holzpfahl, der von den restlichen Gruppenmitgliedern gestützt und gegen Umfallen gesichert wurde. Des Weiteren wurde Bogenschießen, Kletterwand-Klettern, und Erlebnisparcours angeboten. Am Abend fand der letzte Ausflug für diese Woche in ein Erlebnisbad statt.
Die Teilnehmer freuen sich bereits auf das nächste Herbstferienprojekt.


